Monatsarchiv für August 2008

Kristina

Rezeptor, die Zweite

Heute im Rezeptor und auf dem Abendessens-Tisch: Avocadospaghetti – lecker und westbankgeeignet!

Kristina

Häuptling eigener Herd

“Wer jetzt kein Eis hat, der muss lange warten”

schreibt der Autor, Satiriker und Sänger Wiglaf Droste über seine Kindheitserinnerungen im Band 35 des “Häuptlings Eigener Herd” mit dem Titel “Auf die Hand” (das ist ähnlich schön wie “und auf die Buren lass die Kinder los” im sonst eher durchwachsenen Film “Vorne ist verdammt weit weg”). Ein Paar Seiten weiter erzählt Vincent Klink, ein unglaublich sympathischer Sternekoch, von seinen Erfahrungen mit dem erzwungenen Genuss von Hammelaugen im Jemen:

“Mit wilder Mimik, die nicht weiter Aufsehen erregte, da der Jemenite sowieso immer wilden Blickes ist, ließ ich die Glotzkugel meine Speiseröhre hinabflutschen.”

Und noch ein paar Seiten weiter stehen Rezepte wie ”Lachem surah” (Geschnetzeltes Lamm) oder Muschakhal (Geröstetes Gemüse). 

Jeder Band ist wunderbar zu lesen und dieser passt auch in den Nahost-Blog, weil es darin um Essen geht, das auf die Hand ausgegeben wird. Daher ist neben fränkischen Bratwürsten, Eis am Stiel und Butter-Croissants auch einiges über Kreuzkümmel-gepowertes Hammelgulasch, klammheimliche Whiskygaben, Chai-Tee und Kopffleisch zu lesen. Und apropos Kopffleisch:

“Vegetarier mögen weghören: Kopffleisch, gleich von welchem Tier, ist immer köstlich, da sind Hinterschinken nur ein matter Abglanz.”

Kristina

Zatar

Nachdem ich eine liebe Freundin habe, die mich neulich bekocht hat, wurde ich kulinarisch in den Nahen Osten eingeführt. Und was ich ganz besonders empfehlen kann ist Zatar, eine Gewürzmischung aus einer Art wildem Thymian, Zitrone, Anis, Sesam und tausend weiteren Zutaten. Der gut sortierte arabische Supermarkt hat Zatar kiloweise in verschiedenen Ausführungen für 2 oder 3 Euro. Richtig lecker schmeckt es mit Fladenbrot und Olivenöl oder, wie heute, gegrillt mit Feta.

Kristina

Happy-Shirt-Day

Ein echtes Problem im Vorfeld des Kofferpackens ist nun gelöst: ich bin nun im Besitz von sieben nahosttauglichen Hemden. Nahosttauglich deshalb, weil sie zum einen die Ellbogen sowie den Hintern bedecken müssen, dünn,  blickdicht aber am besten hell sein sollten, einerseits nicht körperbetont, andererseits aber auch nicht “baggy” sprich sackartig sein dürfen. Allesamt Kriterien denen ganze zwei Kleidungsstücke in meinem Kleiderschrank stand halten konnten. In hippen Kaufhäusern sind derlei Textilien ebenfalls stark unterrepräsentiert.

Aber: An diesem denkwürdigen Tage habe ich nun das siebte erlesene Hemd gefunden, das allen Anforderungen entspricht.

Jetzt ist endlich die Packliste fertig, zumindest bis es eine neue Version gibt. Wer möchte, kann sie hier im PDF-Format herunterladen.

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